Fühlen Sie sich öfters müde, ausgelaugt und fremdbestimmt? Haben Sie das Gefühl, in Arbeit und sonstigen Aufgaben zu ersticken und gar nicht mehr durchatmen zu können? Haben Sie gefühlt zu wenig Zeit für sich und Ihre Interessen und Bedürfnisse? Dann ist es Zeit für etwas Selbstfürsorge! Viele Menschen sind der Meinung, an sich selbst zu denken und gut für sich selbst zu sorgen sei egoistisch. Zuerst die anderen, dann ich. Wir können jedoch nur wirklich für andere da sein, wenn es uns selbst gut geht.

 

Co-Abhängigkeit und mangelnde Selbstfürsorge

Menschen, die über Gebühr zu geben bereit sind und dies auch tun, haben nicht selten Angehörige oder Ehepartner, die über Gebühr nehmen. Hier treffen zwei Menschen aufeinander, die sich scheinbar perfekt ergänzen. Menschen, die mehr geben als gut für sie ist, haben oft ein schwaches Selbstwertgefühl, das meist auf tief greifende Erlebnisse in der Kindheit und/oder auf emotionalen Missbrauch durch nahe Angehörige zurückzuführen ist. Da sie nie um ihrer selbst geliebt wurden, beziehen sie ihre Daseinsberechtigung daraus, von anderen gebraucht zu werden. Bevorzugt suchen sie sich Menschen als Lebenspartner oder Freunde, die irgendein körperliches oder seelisches Handicap haben, sprich: von denen sie, so ihre Hoffnung, gebraucht werden. Sie machen sich damit abhängig von einem vermeintlich schwächeren, abhängigen Partner. Man spricht in dem Fall von Co-Abhängigkeit. Selbstaufgabe und Selbstausbeutung bis hin zum Burnout sind häufig die Folge.

Burnout

Wer sich dauerhaft vorwiegend um die Bedürfnisse anderer Menschen kümmert, vernachlässigt seine eigenen Bedürfnisse und hat irgendwann gar keinen Zugang mehr zu ihnen. Der Betreffende ist in einer ernsten Gefahr auszubrennen. Erste Symptome für einen Burnout können Müdigkeit, Deprimiertheit, Gereiztheit, Schlafstörungen und/oder psychosomatische Beschwerden sein. Das Vollbild eines Burnout entspricht in klinischer Hinsicht im Wesentlichen dem einer schweren Depression. Wenn Sie erste Anzeichen von Ausgebranntsein bei sich entdecken, nehmen Sie diese Signale ernst und beugen Sie einer Verschlimmerung vor. Nehmen Sie fachliche Hilfe in Anspruch und sorgen Sie gut für sich!

Nur wer für sich selbst sorgt, kann wirklich für andere da sein

Für sich selbst zu sorgen, hat nichts mit Egoismus zu tun, denn nur wenn es Ihnen gut geht, können Sie auch für andere da sein. Achten Sie auf Körperempfindungen, hören Sie in sich hinein und fragen Sie sich, was Sie brauchen und worauf Ihr Körper Sie aufmerksam machen möchte. Und kümmern Sie sich um Ihre Bedürfnisse, damit Sie für andere da sein können.

 

Praktische Beispiele für Selbstfürsorge

Seien Sie bei Ihrer persönlichen Selbstfürsorge kreativ! Alles ist möglich, Hauptsache es tut Ihnen gut und gibt Ihnen neue Kraft. Gönnen Sie sich eine wohltuende Massage, machen Sie einen Ausflug an einen Ort, mit dem Sie positive Erinnerungen verbinden. Lernen Sie eine Entspannungsmethode. Gehen Sie Ihren Interessen und Neigungen nach. Es geht bei der Selbstfürsorge nicht unbedingt um große Aktionen. Bereits kleine Veränderungen im Alltag können Ihnen helfen, sich zu entspannen und innere Ruhe zu finden.

Und was machen Sie, wenn Sie mal so richtig gut für sich selbst sorgen wollen? Schicken Sie mir Ihre Vorschläge – ich bin gespannt!

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Ich freue mich sehr über einen Kommentar!

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